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25.05.2022

Zwei Tagesschulvarianten vorgeschlagen

In der Stadt Zürich sollen flächendeckend Tagesschulen eingeführt werden: Den Stimmberechtigten stehen zwei Modelle zur Auswahl, bei denen unter anderem die Mittagspausen unterschiedlich lang sind. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY
Im Herbst entscheiden die Stimmberechtigten der Stadt Zürich, ob flächendeckend Tagesschulen eingeführt werden. Dabei steht ihnen nicht nur das Modell zur Auswahl, das der Gemeinderat beschlossen hat.

Der Stadtrat legt auch seine ursprüngliche, günstigere Variante vor.

Der Stadtrat nimmt das ihm zustehende Doppelantragsrecht wahr, wie er am Mittwoch mitteilte. Denn er sei nach wie vor der Ansicht, dass sein ursprüngliches Tagesschulmodell den Kindern, Eltern und dem Schulpersonal gerecht werde und langfristig finanzierbar sei.

Die links-grüne Mehrheit im Gemeinderat hatte im Rahmen einer langen Debatte diese Verordnung über die Tagesschulen der städtischen Volksschule in wesentlichen Punkten abgeändert.

So sollen die Eltern pro betreutem Mittag inklusive Verpflegung 6 Franken zahlen, der Stadtrat wollte 9 Franken verlangen. Zudem dehnte der Gemeinderat die Betreuungszeiten am Vormittag und nach dem Ende der Schule aus und verlängerte die Mittagspause, bei der auch mehr qualifiziertes Personal im Einsatz stehen muss.

Kosten von 75 oder 126 Millionen Franken

Der Stadtrat und die Schulpflege gingen in ihrer ursprünglichen Verordnung davon aus, dass die Betriebskosten der Tagesschulen bei jährlich 75 Millionen Franken liegen. Durch die Änderungen des Gemeinderats erhöhen sich die jährlichen Kosten gemäss Stadtrat um bis zu 51 Millionen Franken auf 126 Millionen Franken.

Die Abstimmung findet gemäss Mitteilung voraussichtlich im September statt. Den Stimmberechtigten wird einerseits eine Änderung der Gemeindeordnung vorgelegt, um die definitive Einführung der Tagesschulen grundsätzlich zu verankern. Andererseits befinden sie über die dazugehörigen Verordnungen des Gemeinderats und des Stadtrates.

Keystone-SDA/Goldküste24