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Kanton
16.05.2022

Klarer Auftrag für den Klimaschutz

Die Zürcher Stimmbevölkerung hat die Dringlichkeit der Klimakrise erkannt. Bild: Pixabay
Zum dritten Mal in Folge stimmt die Zürcher Stimmbevölkerung einer Klimaschutzvorlage mit aller Deutlichkeit zu. Die Grünen werden sich für eine raschen Vollzug von Massnahmen stark machen.
  • Kommentar zur Abstimmung

Nach dem nationalen CO2-Gesetz (55 Prozent Zustimmung im Kanton ZH) und dem kantonalen Energiegesetz (63 Prozent Zustimmung), hat sich die Stimmenbevölkerung nun ebenfalls sehr deutlich für die Verankerung des Klimaschutzes in der Kantonsverfassung ausgesprochen.

Die Grünen sind erfreut über das deutliche Ja zum Klimaschutzartikel. Dieser geht zurück auf eine parlamentarische Initiative von Beat Bloch aus der Grünen Kantonsratsfraktion. Damit wird der Klimaschutz als eine der wichtigsten und drängendsten Aufgaben unserer Zeit in der höchsten kantonalen Rechtsnorm verankert.

Konkrete Umsetzung gefordert

Die Abstimmungsresultat macht klar: Die Zürcher Bevölkerung will nicht abwarten, sondern jetzt vorwärts machen beim Klimaschutz. Jetzt geht es an die konkrete Umsetzung in allen Bereichen.

Bei den Gebäuden sind die Weichen mit dem Energiegesetz inzwischen gestellt. Für die grössten CO2-Verursacher, den motorisierten Individualverkehr – und auch für den Flugverkehr – braucht es von der Volkswirtschaftsdirektion endlich griffige, sozialverträgliche Dekarbonisierungsmassnahmen. Um Unabhängigkeit von den fossilen Energien zu erreichen, muss zugleich die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien rascher ausgebaut werden.

Gemeinden in der Pflicht

Der neue Klimaschutzartikel ist behördenverbindlich und gilt genauso auf kommunaler Ebene. In vielen Zürcher Gemeinden hat betreffend Klimaschutz noch wenig stattgefunden und es besteht grosser Aufholbedarf. Schliesslich müssen sämtliche Klimamassnahmen am Ende vor Ort, in den einzelnen Quartieren, in den einzelnen Liegenschaften, umgesetzt werden.

Die Gemeinden müssen ihre Energieplanungen jetzt auf Netto Null ausrichten. Dazu kommen Massnahmen und Infrastruktur zur Förderung des CO2-freien Verkehrs, aber auch eine künftige Siedlungsplanung, die zu kurzen Verkehrswegen führt. Nicht zuletzt betrifft auch das Thema Klimaanpassung die Gemeinde und Städte besonders, wenn es etwa darum geht, Hitzeinseln zu vermeiden und die Temperaturen im Siedlungsgebiet mittels Begrünung erträglich zu halten. 

Die GRÜNE/Goldküste24