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Meilen
28.05.2022

Saatkrähenkolonie Zweienbachtobel

Saatkrähe. Bild: Pixabay
Die Bettelrufe der Saatkrähen-Nestlinge zeugen davon, dass das Brutgeschäft gerade in vollem Gange ist. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Informationsanlass vor Ort.

Die Saatkrähe gehört zur Familie der Rabenvögel. Die grosse Krähe hat einen markanten Schnabel und metallisch glänzendes schwarzes Gefieder. Die Saatkrähe ist von Irland und Grossbritannien über Frankreich und Nordspanien bis in die Steppen der Altairegion verbreitet. In der Südschweiz ist sie nicht heimisch. In den Wintermonaten besiedelt sie die norwegische Küste bis Mittelnorwegen, weite Teile des Balkan, sowie der grösste Teil der Türkei.

  • Die Geschlechter unterscheiden sich weder in Färbung noch in der Grösse. Die Jungvögel bekommen etwa mit acht Monaten das Aussehen der Altvögel.
  • Die Saatkrähe ist sehr ruffreudig und verfügt über eine Vielzahl von Lautäusserungen. Sie ist weitgehend auf vom Menschen umgewandeltes Kulturland angewiesen. Sie bevorzugt ebene oder hügelige Gegenden.
  • Die Saatkrähe zieht tierische Nahrung pflanzlicher vor. Sie ist wasserscheu. Im Hochwinter wendet sie bis zu acht Stunden für die Nahrungssuche auf. Sie hat eine Fülle von sozialen Verhaltensweisen ausgebildet.
  • Sie ist sowohl ein Zug- als auch Standvogel. Wenn sie Ende September, Mitte Oktober wegfliegen, dann tun sie dies in grossen Scharen.
  • Das Gelege besteht aus drei bis sechs Eiern und wird vom Weibchen 16 bis 19 Tage bebrütet. Die Nestlingsdauer beträgt etwa einen Monat. Meist gibt es eine Jahresbrut.
  • Die Saatkrähe gilt als Verursacher landwirtschaftlicher Schäden. Doch in den letzter Zeit hat ein gewisses Umdenken stattgefunden. Grosse Schäden entstehen, wenn ein frisch eingesätes Feld von einem Krähenschwarm übermahnt wird. Die Wirksamkeit von optischen Massnahmen ist begrenzt.
Rabenvogelfachmann Kaspar Hitz gibt Auskunft. Bild: Pixabay

Die Gemeinde Meilen hat für die Dauer der diesjährigen Brutsaison den Ornithologen und Rabenvogelfachmann Kaspar Hitz engagiert. Er beobachtet die Meilemer Saatkrähenkolonie im Rahmen eines Monitorings.

An einem Abend wird interessierten Bewohnerinnen und Bewohnern von Meilen ein Einblick in das Leben dieser bemerkenswerten Nachbarn ermöglicht. Fragen zu ihrem Platz im Ökosystem, der Bestandesentwicklung und auch zu Erfahrungen mit gesetzlich erlaubten Vergrämungsmassnahmen werden fundiert beantwortet.

Wann

Mittwoch, 1. Juni, 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr.
Mittwoch, 1. Juni, 19.00 bis 20.00 Uhr.

Für die Teilnahme ist keine Anmeldung erforderlich.

Gemeinde Meilen/Patricia Rutz, Goldküste24