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28.06.2022
29.06.2022 19:26 Uhr

«In between» – weder alt noch neu

Das Weltwirtsschaftsforum spricht von einem Wendepunkt in der Geschichte. (Symbolbild) Bild: Pixabay
Interessanterweise findet man unter dem Begriff «in between» einen Link zum Weltwirtschaftsforum, was mich etwas erstaunt, aber nicht verwundert. Ein Wendepunkt nennen sie es – für mich ein Shift.

Kolumne

  • Thema Geschichte an einem Wendepunkt: Regierungspolitik und Geschäftsstrategien

So wird der zweite Themenpunkt des Weltwirtschaftsforum in Davos vom Mai 2022 genannt. «Das aussergewöhnliche Ereignis an einem Wendepunkt in der Geschichte findet vom 22. bis 26. Mai 2022 statt und versammelt fast 2500 Staats- und Regierungschefs, um globale Probleme anzugehen und Lösungen für die dringendsten Herausforderungen der Welt zu finden, darunter die anhaltende globale Pandemie, der Krieg in der Ukraine, geoökonomische Schocks und der Klimawandel» – zitiert vom World Econmic Forum.

Alles steht still

Es begann im März 2020, als plötzlich die ganze Welt mit einem totalen Lockdown stillgelegt wurde. Ein sogenannt gefährliches Virus umzingelte die Erde.

Die Gesellschaft musste um jeden Preis geschützt werden. Dabei wurden viele menschliche Rechte auch verletzt. Das Recht auf freiheitliche Bewegung wurde jäh unterbunden. Die Medien spielten eine besondere Rolle, da sich die Nachrichten überwarfen. Sie berichteten über immer massivere Einschränkungen und über die Verbreitung vom mutierten Virus. Die Hiobsbotschaft war wohl für viele Menschen die schnell entwickelte, alles versprechende Impfung.

Eine lange Zeit wurde über die Impfung berichtet. Genug Dosen waren schnell vorhanden, und die Welt durchgeimpft. Doch da gab es eine Gruppe von Menschen, die sich um keinen Preis impfen lassen wollten. In der Presse wurden sie als Covidioten, Massnahmenkritiker oder Coronagegner beschimpft. Verschiedene Gruppierungen bildeten sich, und es entwickelte sich schon fast eine Parallelwelt.

Unsere Welt befindet sich in «stürmischen» Zeiten. (Symbolbild) Bild: Pixabay

Was steckt hinter den «Covidioten»?

Es ist schwierig zu definieren, was sich hinter diesen Menschen für eine Gesinnung verbirgt. Wann immer eine Krise auf der Welt herrscht, hat man einerseits die Menschen, welche der Politik glauben, sich an die Staatsregeln halten und solche, die sich fragen, was ist geschehen? Wie konnte ein kleines Virus so viel Wind aufwirbeln? Steckte nicht etwas anderes dahinter? Was könnte hinter dieser weltumspannenden Geschichte stehen? Auch irgendwelche Mitläufer, die gerne in der Opposition sich bewegen, sind keine Seltenheit. Sie wissen meist nicht genau, für was sie einstehen, was ihnen wichtig ist.

Viele Menschen haben unterdessen gemerkt, dass sich etwas auf unserer Erdkugel verändert. Die Impfung brachte die Normalität nicht zurück, da sie offenbar nicht vor der Erkrankung so schützen würde, wie man sich das gewünscht hatte. Auch weitere Impfungen konnten bis heute nicht ein absolutes Heil versprechen. Vielleicht führte sie zu milderen Erkrankungen. Bald wusste niemand mehr so richtig, was den eigentlich gelten könnte. Das vermeintlich gefährliche Virus verschwand für die Staaten nicht. Heute stehen wir vor dem Herbst 2022 und Unheil wird verbreitet. Das Virus ist noch da, oder ein anderes ist bereits im Anmarsch. Unterdessen ist ein Krieg in der Ukraine ausgebrochen, der dem Virus über den Sommer etwas die Show gestohlen hat. 

Was auffällt, ist, dass die Medien kreuz und quer über immer die gleichen Themen berichten. Es scheint, als hätten sie etwas die Kritik aus den Augen verloren. Die Zeitungen sind dünn geworden und verlieren Leser. Kein Mensch hat Lust, immer über die gleichen Punkte informiert oder gar desinformiert zu werden. Dies liegt aber immer im Auge des Betrachters.

Wie geschieht uns?

Notfallpunkte und Bunker werden in den Gemeindenachrichten beschrieben. Die Gemeinde klärt die Bevölkerung über Notvorräte auf, wie und wo sie am besten gelagert werden. Mit Stromausfällen, Lieferengpässen, Benzinknappheit und allgemeinen Verschlechterungen des Versorgungssystems wird einem überall immer wieder fast schon gedroht. Wissen diese Menschen mehr als die Allgemeinheit. Steht uns gar ein Weltuntergang bevor?

Ich nenne es «Shift»

Ich selbst habe mir Gedanken gemacht und bin für mich zum Schluss gekommen, dass ein grosser Shift uns bevorsteht. Es fällt mir auf, dass gewisse Missstände mehr und mehr aufgedeckt werden. Durch die Pandemie, die vorherrschend die ganze Welt bedroht, wurde klar, dass das Gesundheitssystem nicht mehr den Bedürfnissen der breiten Bevölkerung entspricht. Auch das Schulsystem schien renovierungsbedürftig. Durch vermeintliche Missachtungen des Gesetzes tauchten auf verschiedenen Ebenen auch Fragen betreffend der Staatsrechtssituation auf. Die Politik, die sich hauptsächlich der Aufgabe verschrieb, die Bevölkerung zu schützen, wurde auch von verschiedenen Seiten attackiert.

Zurück auf meine Vermutung eines grossen Shifts – es scheint mir, dass auf verschiedenen Ebenen die Menschheit geprüft wird. Irgendwann stiess ich auf eine Information, dass das Wassermannzeitalter das Fischzeitalter ablösen würde. Das Fischzeitalter eher als statisch definiert. Nirgends fand ich jedoch einen genauen Zeitpunkt. Später verwunderte mich das nicht, da ein Shift nicht von heute auf morgen vollzogen werden kann. In der Literatur fand ich überall Zeichen in Büchern, die vor 2020 geschrieben wurden, die auf diese Veränderungen auf der Welt hinwiesen. So zum Beispiel findet man Hinweise in der vedischen Religion, im Maya Kalender und auch bei Rudolf Steiner (Dornach, Dezember 1919), dass genau jetzt auf der Erde eine Riesenveränderung stattfinden wird. Das führte dazu, dass ich die Situation anders begann zu betrachten. 

War die ganze Geschichte wirklich nur ein schreckliches Ereignis, dass die ganze Menschheit einfach dezimieren oder auslöschen würde?

Krieg, Virus und Klima im Hintergrund?

Wenn ich die Virusgeschichte, den Ukraine-Krieg und den Klimawandel ganz frech etwas in den Hintergrund stelle? Mir fiel auf, dass Bücher und Magazine immer mehr von Selbstverantwortung, Achtsamkeit, Solidarität, Bewusstseinswerdung und vielen anderen Schlagwörtern berichteten. Auch merkte ich, dass alle Menschen, die einen anderen Blick auf die Situation wagten, als Esotheriker, Massnahmenkritiker und Coronagegner abgetan wurden. Eine pauschale Verurteilung, ohne hinzuhören, was die einzelnen Menschen zu sagen hatten.

In anderen Schriften stiess ich auf die Veränderung des Erdmagnetfeldes, auf die Verschiebung der Erdachse, auf ausserordentliche Sonnenstürme und auf eine Erhöhung der Erdschwingung. Für mich alles ein Zeichen einer grossen, noch nicht vorstellbaren Veränderung. Je mehr ich über all diese Themen las, desto ruhiger wurde ich. Viele könnten mich nun als Schönmalerin hinstellen, was mich nicht beirrt.

Ich darf meine Meinung haben und bin überzeugt, dass eine höhere Macht, nämlich das Universum weit mehr mit der Menschheit vorhat, als wir im Moment mit unserem menschlichen Hirn verstehen. Jegliche Versuche, die Welt auf eine Art zu retten oder in Schutz zu nehmen, scheitern momentan. Es ist kaum möglich, alle auftretenden Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen. Es sind derer so viele.

Wie lebe ich die «Schlagwörter» in meinem Umfeld? (Symbolbild) Bild: Pixabay

Die drohenden Nachrichten in der Presse lassen mich schon lange kalt. Sie bauen mich nicht auf und nützen mir nicht. Auch am vermeintlichen Krieg in der Ukraine kann ich im Moment nichts ändern. Dem Klima trage ich auf meine Art Sorge, dafür wurde ich in den Achtziger gut geschult. Ich bin auch überzeugt, dass der kleine Bürger schon sehr lange viel dazu beiträgt, dass Ressourcen geschont werden, und eigentlich die grossen Konzerne über die Bücher müssten. 

Wo sehe ich meinen Anteil?

An jedem Tag, an dem ich gesund aufstehen kann, bin ich bereits reich beschenkt. Im Moment leben, wurde für mich eine positive Kraft. Die Vergangenheit kann ich nicht mehr ändern, die Zukunft ist unsicher, doch was mir im Moment zusteht, ist die Gegenwart. So habe ich jede Minute die Möglichkeit, meine positive Einstellung in die Welt zu tragen. Das scheint mir eine schöne Aufgabe. Menschen, die mir heute begegnen, versuche ich mit einem freundlichen Blick zu begrüssen. Die aktuellen bedrohlichen Nachrichten, was im Herbst alles wieder Schreckliches geschehen könnte, kann ich momentan nicht beeinflussen. So bleibt mir nur, jeden Tag so zu leben, wie wenn es der letzte wäre, und ich fahre gut damit. Manchmal scheint es mir, als hätten wir viele Leuttürme unter uns Menschen, die nur erblickt werden müssen.

Als Mensch sehe ich die Corona-Pandemie als eine Bereicherung für die Menschheit und weiss, dass ich mich damit sehr aus dem Fenster lehne. Sie hat viele positiven Blüten getrieben, die sehr viel schon zur Selbstverantwortung jedes Einzelnen beigetragen haben.

Schlagwörter leben

Viele Aufgaben begann ich bei mir selbst zu finden. Wusste ich denn, was achtsames Leben bedeutet? War ich immer solidarisch? Was bedeutet für mich solidarisch? Wo wollte ich es sein? Was ist Selbstverantwortung? Grundsätzlich bin ich eigentlich immer für mich selber verantwortlich und bei gebrechlichen Menschen bin ich auch in der Verantwortung, wenn ich krank bin, nicht zu ihnen zu gehen. Das hatte ich schon sehr früh gelernt. Wenn ich einen steilen Berg erklimme, dann bin ich auch selbst für mich verantwortlich, indem ich den Schwierigkeitsgrad meiner Kraft und Ausdauer anpasse. Wenn ich auf ein Fahrrad steige, dann liegt es in meinem Ermessen, welchen Weg ich fahre und wie sicher ich mich dabei fühle.

Die Bewusstseinswerdung finde ich eine grosse Aufgabe. Bin ich mir immer bewusst, was ich gerade tue, sage, schreibe, empfinde oder auch weitergebe? Weiss ich immer, was jede Handlung von mir für eine Konsequenz für andere oder für mich selber hat?

Plötzlich hatte ich neben meiner Arbeit so viel zu tun, dass ich mich nicht mehr gross um die schlechten Pushnachrichten kümmern wollte. Ich sah das Potenzial für mich und mein Umfeld in all diesen Themen. Alle Schlagwörter einfach leben, schien mir eine grosse Aufgabe.

Der «Shift» ist überall sichtbar

Den Shift, den ich sehe, spielt sich im Alltag ab. Wenn jeder Mensch sich einmal nur ein bisschen auf sich selbst besinnt, verändert er sein Umfeld.

Der grosse Shift findet man zwischen den Zeilen auch im Mainstream. Sogar das am Anfang erwähnte World Economic Forum sieht einen Wechsel. 

Bei diesem Shift oder Wechsel der «alten» Strukturen in «neue», die wahrscheinlich noch nicht definiert werden können, werden wie immer auch Interessen wach. Gerne möchte sich der Mensch etwas vom grossen Kuchen abschneiden. Der Kuchen besteht aus Macht. Der Staat hat Macht über seine Bürger. Die Pharmaindustrie bekommt Macht durch den imensen Umsatz an Medikamenten und Impfungen. Diese Liste ist unendlich. Jeder Mensch weiss, wie er selbst funktioniert. Wie schnell sind wir Menschen gierig und haben unser Verlangen nicht mehr im Griff, obwohl wir schon genug haben?

Es kann sein, dass wir noch eine Weile «in between» leben, bis wir alle den Shift in unserem eigenen Leben vollzogen haben.

 

Patricia Rutz/Goldküste24