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Lifestyle
04.07.2022

Grillieren war den Adligen vorbehalten

Die Griechen und Römer kannten das Grillieren schon. Bild: Pixabay
Das Grillieren verlagerte sich in der Geschichte als gemeinschaftliches Ereignis zum festlichen Spektakel am Hof. Es entwickelten sich immer feinere Methoden des Garens über dem offenen Feuer.

Die alten Griechen und Römer garten schon grosse Fleischstücke über den Flammen. Doch im Mittelalter änderte sich das. Damals war Fleisch ein kostbares Gut, denn es war knapp und musste ganze Familien ernähren. Es wäre also eine Verschwendung gewesen, wenn das wertvolle Fett am Fleisch einfach durch das Grillieren verbrannt wäre. Das Garen konnte das verhindern, war jedoch nur dem Adel vorbehalten. Es entwickelten sich immer feinere Methoden des Garens über dem offenen Feuer. Der Drehspiess war eine davon.

Weit mehr als nur eine Wurst

Die Entdeckung des Feuers hat sicher einen entscheidenden Funken dazu beigetragen, dass um eine heisse Feuerstelle ein leckeres Stück Fleisch grilliert wird, und man dabei gesellig miteinander die Zeit geniesst.

In Deutschland wird der Grill durchschnittlich rund 13 Mal im Jahr angefeuert. Der Grillgenuss ist jedoch mehr, als nur eine Wurst auf den Grillrost zu legen. Was jedoch nicht davon abhalten soll, eine Wurst im Wald auf einer Wanderung zu geniessen. In einem Garten besteht die Möglichkeit sorgfältig das Fleisch in einer Marinade mit vielen Gewürzen und Kräutern ziehen zu lassen. Dazu können köstliche Salate schön hergerichtet und alles kann ansprechend an einem schönen Tisch präsentiert werden.

Auch Gemüsespiesse könnenn eine gute Alternative zu grilliertem Fleisch sein. Bild: Pixabay

Nun ist die Jahreszeit, wo der Grill jederzeit parat sein sollte. Gut ist, wenn mann jederzeit eine Kleinigkeit zu grillen hat. Die Beilagen sind meist schnell angeschafft.

Kugelgrill trotz Wetter

Die Amerikaner brachten das Grillieren zurück nach Deutschland. Damit das Wetter das Grillieren nicht wesentlich stören konnte, erfand ein gewisser George Stephen den Kugelgrill.

Dieser George Stephen wollte sich die Grillparty nicht nur ein aufkommendes plötzliches Gewitter verderben lassen und baute einen Kugelgrill. Das war übrigens die Geburtsstunde des Kugelgrills. Während der Besatzungszeit brachten die Amerikaner diesen nach Deutschland. Seither sind Grillpartys in privaten Gärten keine Grenzen mehr gesetzt.

Vorteil eigener Marinade beim Grillen

Der Nachteil ist, besonders gut schmeckt mariniertes Fleisch, wenn es schon einige Stunden in der Marinade zieht. Jetzt kaufen und in einer Stunde grillen, das klappt dann eigentlich nur mit Bratwürsten richtig gut. Die Zeit kann aber durchaus auch ein Vorteil sein, denn so kann man das Fleisch bereits am Morgen der Grillparty oder am Tag vorher zubereiten und hat vor dem Grillvergnügen genug Zeit für andere Grillrezepte. Hat das Fleisch genug Zeit in der Marinade zu ziehen (am Besten zugedeckt im Kühlschranke) entwickeln sich die Aromastoffe besonders gut und das Fleisch wird besonders zart.

Fleisch marinieren

Marinieren lassen sich eigentlich alle Fleischsorten, egal ob Rind, Schwein oder Geflügel. Bei einigen reicht eine Marinade aus Olivenöl mit Knoblauch und einem Spritzer Zitrone und ein paar frischen Kräutern, bei anderen macht erst eine raffinierte Marinade das ganze zum richtigen Essvergnügen nach dem Grillen.

Fans vom selber marinierten Fleisch behaupten auch gerne, wer solches schon einmal gekostet hat, wird keine fertig marinierten Fleischstücke mehr auf den Grill werfen.

Patricia Rutz/Goldküste24