Im Spital Männedorf werden aktuell 17 Menschen mit einer Grippe stationär betreut. Damit liegt die Zahl klar über dem Niveau des Vorjahres. Die Zunahme entspricht der generell hohen Grippeaktivität in der Bevölkerung, die diesen Winter früher eingesetzt hat als üblich.
Kanton Zürich stark betroffen
Schweizweit wurden in der vergangenen Woche 2900 laborbestätigte Grippefälle registriert – rund 50 Prozent mehr als zur gleichen Zeit im letzten Jahr. In absoluten Zahlen ist der Kanton Zürich derzeit am stärksten betroffen.
Früher Start belastet die Spitäler
Ein Grund für die hohe Zahl an Hospitalisationen ist der frühe Beginn der Grippewelle. Diese setzte rund drei Wochen früher ein als in anderen Jahren. Ob die Krankheitsverläufe schwerer sind, lässt sich derzeit noch nicht abschliessend beurteilen.
Schwere Fälle
Vereinzelt gibt es jedoch bereits schwere Fälle.
Auch andere Zürcher Spitäler melden erhöhte Zahlen, darunter das Universitätsspital Zürich sowie die Stadtspitäler Waid und Triemli. Insgesamt liegen im Kanton Zürich über die Festtage mehr als hundert Menschen mit einer Grippe im Spital.
Keine Maskenpflicht in Männedorf
Im Gegensatz zum Universitätsspital Basel, das vor Weihnachten eine generelle Maskenpflicht eingeführt hat, verzichtet das Spital Männedorf bislang auf eine solche Massnahme. Die Situation werde jedoch laufend neu beurteilt, heisst es von der Spitalleitung.
Impfung bleibt wichtig
Fachpersonen empfehlen die Grippeimpfung weiterhin, insbesondere für ältere Menschen, Schwangere und Personen mit chronischen Erkrankungen. Auch jetzt sei eine Impfung noch sinnvoll. Bei schweren Symptomen wie Atemnot, hohem Fieber oder Kreislaufproblemen sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
RSV ebenfalls auf dem Vormarsch
Neben der Grippe breitet sich derzeit auch das RSV-Virus aus, das insbesondere für Kleinkinder und Risikopersonen gefährlich sein kann. Die Covid-19-Welle hingegen hat ihren Höhepunkt bereits überschritten und spielt aktuell eine untergeordnete Rolle.