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19.01.2026

Züri-Fäscht könnte zurückkehren

Eine Drohnenshow wäre ein gleichwertiger Ersatz für das Feuerwerk. Bild: Lisa Maire
Das Züri-Fäscht könnte 2029 zurückkehren. Sechs Jahre nach dem vorläufigen Aus prüfen Stadt und Verbände neue Konzepte. Dies schreibt die «Neue Zürcher Zeitung».

2023 war Schluss: Strengere Auflagen, steigende Sicherheitsanforderungen und das politisch durchgesetzte Feuerwerksverbot führten dazu, dass der Verein Zürcher Volksfeste das Handtuch warf. Die rot-grüne Mehrheit im Stadtparlament erklärte das Fest für nicht mehr zeitgemäss. Der Stadtrat versprach danach eine neue, nachhaltigere Lösung.

Vier Ideen für ein neues Fest 

Wie die NZZ berichtet, stellte die Stadt vier Konzepte vor. Am klassischsten ist «Der See» mit Gastronomie rund ums Seebecken, Wasserspiel und Drohnenshow. «Züri macht uf!» setzt auf eine Woche der offenen Türen in der ganzen Stadt, ergänzt durch einen Treffpunkt am See-

«Züri isch» verteilt Kultur, Sport und Party auf verschiedene Quartiere, lässt das Seebecken aber nicht ganz aussen vor. Am radikalsten ist «Der Fluss»: ein dezentrales Fest entlang von Sihl und Limmat über zehn Kilometer.

Mehrheit will das alte Gefühl zurück

Bei einem Workshop mit rund 30 Vertretern aus Verbänden, Quartieren und der Gastro kam besonders das klassische Volksfest gut an. «Die einfache Idee eines Fests am See ist vielen sympathisch», sagt City-Vereinigungs-Geschäftsführer Dominique Zygmont gegenüber der NZZ. Komplizierte Konzepte mit App-Zwang hätten hingegen wenig überzeugt.

Grüne skeptisch 

Für Grünen-Politiker Balz Bürgisser kommt ein Fest am Seebecken weiterhin nicht infrage. Der See sei bereits stark belastet, sagt er. Ein dezentrales Fest ohne Feuerwerk passe besser zur Stadt – «kein Wort mehr von Feuerwerk», freut er sich gegenüber der NZZ.

Entscheid im Sommer

Der Stadtrat will noch diesen Sommer festlegen, in welche Richtung es geht. Klar ist: Ohne politische Mehrheit – vor allem links der Mitte – wird es kein Züri-Fäscht alter Prägung geben. Der Wunsch vieler Zürcherinnen und Zürcher aber ist deutlich: ein echtes Volksfest, am liebsten wieder am See.
 
 

Thomas Renggli