Einer Polizeipatrouille war am 25. August im Zürcher Hauptbahnhof die Seniorin aufgefallen, die von den beiden jüngeren Frauen begleitet wurde. Das Verhalten des Trios kam den Polizisten verdächtig vor, wie die Kantonspolizei am Freitag mitteilte.
Bei der Überprüfung gab die Rentnerin an, dass sie die beiden Frauen vor wenigen Wochen in einem Restaurant in Zürich kennengelernt habe. Während mehrerer Treffen habe sie zu den beiden «sehr sympathischen Frauen» ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut. Daher sei sie bereit gewesen, die beiden finanziell zu unterstützen.
Die beiden Frauen hatten der Seniorin erzählt, dass sie wegen der Krankheit eines Familienangehörigen in finanziellen Schwierigkeiten seien. Es stellte sich heraus, dass die 72-Jährige den beiden Frauen bereits mehrere zehntausend Franken übergeben hatte und die Aushändigung von einem weiteren sehr hohen Geldbetrag abgesprochen war.
Wegen des Verdachts auf gewerbsmässigen Betrug nahm die Polizei die beiden Frauen fest. Es handelt sich um deutsche Staatsangehörige.