«Drei Studenten gewinnen 30-Millionen-Projekt" schreibt der Tages-Anzeiger vor einigen Tagen in seinem Beitrag. Die Rede ist vom Grossauftrag, den der Kanton Zürich der ARGE Brütsch Riggio Ugolini zum Bau des neuen Bezirksgerichtsgebäudes in Hinwil vergeben hat (Zürioberland24 berichtete).
Hinter der Arbeitsgemeinschaft steckt aber nicht etwa ein Architekturbüro mit langjähriger Erfahrung, sondern die drei Architektur-Studenten Luca Riggio, Luca Ugolini und Kaspar Brütsch aus Basel, die zum Zeitpunkt des Zuschlags ihren Hochschul-Abschluss noch nicht in der Tasche hatten.
Leer geschluckt
«Als ich gehört habe, dass die Herren noch im Studium sind, habe ich im ersten Moment leer geschluckt», zitiert der Tages-Anzeiger David Vogt, Jurypräsident und stellvertretender Kantonsbaumeister. Es sei durchaus schon vorgekommen, fügt er an, dass in einem offenen Wettbewerb junge Büros den Zuschlag erhalten hätten. «Aber ‹jung› heisst für uns: ein frisch gegründetes Büro, zwischen 35 und 40 Jahre alt und fünf bis acht Jahre Berufserfahrung», präzisiert Vogt.
Auch die drei jungen Architekten, die ihr Studium mittlerweile abgeschlossen haben, waren überrascht, wie der Tages-Anzeiger schreibt. Sie seien sprachlos gewesen, weil sie nicht damit gerechnet hätten. Ihr Ziel sei eigentlich gewesen, unter die ersten fünf zu kommen. Aber so sei es wie ein Sechser im Lotto, sagt Luca Riggio gegenüber dem Tages-Anzeiger.