Mit dem Business-Jet nach Altenrhein und in weniger als zwei Autostunden weiter nach Davos ist bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern des World Economic Forum (WEF) jeweils eine beliebte Anreiseoption. Wäre es wohl auch in diesem Jahr, wenn das Wetter mitspielen würde.
Dichter Bodennebel
Wie Flughafen-CEO Thomas Krutzler auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigte, herrscht seit der Nacht auf Montag in Altenrhein dichter Bodennebel. Während am Sonntag noch rund 25 Flugzeuge mit WEF-Gästen landeten, war dies am Montag nur noch für «eine Handvoll» Jets möglich. Angekündigt waren für den ersten WEF-Tag rund 60 Flugzeuge.
Ausweichroute unklar
Wohin die Flugzeuge ausgewichen sind, ist dem Flughafen-CEO nicht bekannt. Einfach dürfte die Suche aber nicht geworden sein. Gemäss Krutzler stiessen mehrere umliegende Regionalflughäfen an ihre Kapazitätsgrenzen oder waren ebenfalls vom schlechten Wetter betroffen. «Gewisse Flüge haben wohl gar nicht mehr stattgefunden.»
Kein Grossflughafen
Weshalb sind Landungen bei Nebel am Flughafen Altenrhein nicht möglich? «Wir haben nicht die technischen Möglichkeiten eines Grossflughafens», führte Krutzler weiter aus. Für eine sichere Landung brauche es auf dem Regionalflughafen sowohl eine gewisse horizontale als auch vertikale Sichtweite.
Für den Flughafen Altenrhein wäre das WEF-Geschäft eine willkommene Zusatzeinnahme. Normalerweise machen die zusätzlichen rund 200-250 Flugbewegungen während des World Economic Forum fünf bis sieben Prozent des Jahresumsatzes aus.
Webcam offline
Während des WEF ist es nicht möglich, die Wetterlage am Flughafen Altenrhein bequem via Webcam von zu Hause aus nachzuverfolgen. Die Kamera ist während des Treffens jeweils ausgeschaltet. Voraussichtlich am Samstag werde sie wieder in Betrieb genommen, sagte Krutzler weiter.